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Rätselfotos

Pünktlich zum diesjährigen größten Schützenfestes der Welt - wurde uns vom IGS-Lehrer Dietmar Franke eine Postkarte mit dem "Schützenhaus Linden" zur Verfügung gestellt. Wir versuchen nun den Standort des Gebäudes herauszufinden. Die Postkarte ist im Jahre 1922 verschickt worden. Anhand der Fahne mit den Farben des Kaiserreichs (rechts im Bild) schließen wir aber, dass das Foto schon einige Jahre früher aufgenommen wurde. Nach der Beschriftung auf der Rückseite war der damalige Besitzer des "Schützenhauses Linden" ein Wilhelm Brodrick. Beim jüngsten Erzählcafé am 28. Juni in der Traditionskneipe "Zum Stern", an dem viele versierte Lindenkenner/innen teilgenommen haben, war dies übrigens das einzige "Rätselbild", das vorerst ohne Auflösung bleiben musste.

Nach recherche von Jürgen Wessel soll das Schützenhaus Linden soll In der Steinbreite 68 gestanden haben.

Schützenhaus ca. 1922

Zwei weitere "Rätselbilder", die vom Motiv her vermutlich zusammen gehören, zeigen eine Badeanstalt. Es handelt sich um Abfotografien, also keine Originale. Möglicherweise zeigt das Motiv eine Badeanstalt mit angeschlossenem Kaffee- oder Biergarten. Auf dem einen Foto erkennen wir am rechten Bildrand eine Tafel mit der Aufschrift "Brückengeld 3 Pfg." und einem Pfeil nach links zur "Kasse". Auffällig ist der identische Baustil der Häuschen auf beiden Bildern. Deshalb vermuten wir, dass es sich in beiden Fällen um dasselbe Objekt handelt. Bisher liegen uns weder zum Standort noch zum Zeitpunkt der Fotos irgendwelche Hinweise vor. Wir hoffen, dass wieder einer der Leserinnen und Leser bei der Auflösung behilflich sein kann.

Badeanstalt Badeanstalt

Wer hier weiterhelfen kann, wendet sich bitte an Michael Jürging unter Tel. 33 895-33 (tags) oder 44 85 13 (abends) oder per E-Mail unter michael.juerging@agwa-gmbh.de.


Schützenhaus Linden - eine längst überfällige Rätselauflösung

Schützenhaus Linden

Bereits vor einem Jahr hat uns die Frage beschäftigt: Wo stand das "Schützenhaus Linden"? Ausgangspunkt war eine im Jahr 1922 verschickte Postkarte aus der Sammlung Dietmar Franke, die eben dieses Gebäude zeigt.

Eine erste Spur nährte den Verdacht, das Schützenhaus Linden sei womöglich mit der Restauration "Ehrhardt`s Höh'" (heute: Restaurant "Pegasos") westlich vom Limmerbrunnen identisch gewesen. Aber trotz einer gewissen Ähnlichkeit des Gebäudes erwies sich diese Vermutung schnell als Irrtum.

Schützenhaus Linden

In einem unserer Erzählcafés gab dann Heinz Gremmler den entscheidenden Hinweis: Das Schützenhaus Linden stand stadtauswärts an der Straße nach Velber hinter der Steinbreite, d.h. in Davenstedt. Herr Gremmler hat als Kind zusammen mit einem Cousin, der um die Ecke wohnte, mehrmals bei dortigen Sportveranstaltungen ("einer Art Radpolo") zugeschaut. Seiner Einschätzung nach wurde das Gebäude in den 1950er Jahren abgerissen. Durch seine gewohnt hartnäckigen Recherchen konnte Jürgen Wessel zwei weitere Zeitzeuginnen ausfindig machen: Marlene Dörner und Ilse Güttner identifizierten unabhängig voneinander das Grundstück "In der Steinbreite 68" als ehemaligen Standort des Schützenhauses Linden.

Zu guter Letzt wollten auch wir noch unser Scherflein beitragen und besorgten im Stadtarchiv einen Kartenausschnitt aus dem Jahre 1928 (Maßstab 1:5.000, Blatt "Velber"). Und richtig: Dort ist ein bestimmtes Gebäude als "Schützenhs." betitelt. Beim sorgfältigen Kartenvergleich ergab sich dann aber: Leider das falsche! Statt Nr. 68 handelt es sich um die Nr. 72. Wem darf man nun mehr trauen, den Zeitzeug/innen oder dem amtlichen Kartenwerk? Um es kurz zu machen: Eine Ortsbegehung und eine nochmalige Detailanalyse der Kartensignaturen (Grundrissformen, Lage der Häuser zur Straße, benachbarte Bäume) lassen keinen Zweifel daran, dass die Zeitzeug/innen Recht haben! Also ist in der Topografischen Karte von 1928 der Schriftzug "Schützenhs." versehentlich um ein Gebäude zu weit nach links gerückt.

[Karte Quelle: Stadtarchiv Hannover]

Ein Frage bleibt denn doch noch: Durch einen Namensaufdruck auf der Rückseite der historischen Postkarte waren wir davon ausgegangen, dass seinerzeit ein gewisser Wilhelm Brodrick der Besitzer oder Gastwirt des Schützenhauses Linden gewesen ist. Ob diese Annahme zutrifft, ist ungewiss. Jürgen Wessel hat Wilhelm Brodrick im Adressbuch von 1911 als Gastwirt für den Köthnerholzweg 6 ausfindig gemacht. Des Weiteren konnte er unter der Adresse "In der Steinbreite 68" (wir erinnern uns: Schützenhaus Linden) für den Zeitraum 1930 bis 1943 einen Hermann Niemann als Gastwirt nachweisen. Natürlich wäre es möglich, dass Wilhelm Brodrick seinen Gastronomiestandort gewechselt und zeitweilig das Schützenhaus Linden übernommen hatte. Genauso könnte es sich aber bei dem Postkartenmotiv aber auch um eine schlichte Reklamekarte in eigener Sache gehandelt haben. Jürgen Wessel hat auch dazu mehrere Beispiele gefunden.